Da die Frage: " Kann CBD bei ADHS und ADS helfen?" in unseren Communitys regelmäßig gestellt wird, möchten wir auf diese Thematik im folgendem Beitrag genauer eingehen.

ADHS und ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) gehören zur Gruppe der Verhaltensstörungen. Beide Krankheiten entwickeln sich in den meisten Fällen bereits im Kindesalter, jedoch können auch Erwachsene daran erkranken ohne in der Kindheit Symptome dieser Verhaltensstörung gezeigt zu haben. Beide Krankheitsbilder machen sich primär durch gestörte Aufmerksamkeit, Mangelhafte Selbstregulation und Impulsivität bemerkbar. Oft kommt auch eine ausgeprägte körperliche Unruhe hinzu, welche der Körper durch eine Hyperaktivität zu regulieren versucht.

Was ist ADHS / ADS und welche Symptome bringt es mit sich?

Während man früher sowohl ADHS als auch ADS als reine Verhaltensstörung interpretierte, weiß man heute, dass es sich um eine komplexe Störung des Selbst Management System unseres Gehirns handelt. Die weltweite Häufigkeit von ADHS / ADS unter Kindern und Jugendlichen wird mit etwa 5,3 % beziffert. Daher gilt sie als häufigste psychiatrische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Studien haben belegt, dass bei 40 bis 80 % der Betroffenen die Störung auch im Erwachsenenalter bestehen bleibt. Mindestens in einem Drittel der Fälle ist noch eine einschränkende ADHS-Symptomatik nachweisbar.

Die Wahrscheinlichkeit im Laufe seines Lebens für eine begrenzte Zeit oder auch dauerhaft von ADHS betroffen zu sein, wurde 2014 auf etwa 7 % geschätzt. Dabei zeigten sich keine Belege für die Annahme, es gäbe eine Zunahme von Diagnosen in den letzten Jahrzehnten. Dies wurde lange Zeit angenommen. Zudem ließen sich für den Zeitraum von 1985 bis 2012 keine methodischen Unterschiede nach Zeit oder Geographie ermitteln. Das Robert Koch-Institut ermittelte ADHS-Prävalenzen nach Altersklassen, indem es Daten auswertete. Der dabei zum Einsatz gekommene Datensatz umfasste 14.836 Mädchen und Jungen im Alter von 3 bis 17 Jahren. Es zeigte sich, dass im Studienzeitraum von 2003 bis 2006 insgesamt 4,8 % eine von einem Arzt oder Psychologen diagnostizierte ADHS aufwiesen. Weitere 4,9 % der Teilnehmer galten als ADHS-Verdachtsfälle.

Sowohl ADHS als auch ADS können zu Folgeerkrankungen führen. Bei ca. 75 % der ADHS-Betroffenen liegt eine weitere psychische Störung vor, 60 % haben mehrere psychische Begleiterkrankungen. Dazu gehören:

  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Depressionen
  • Lese-Rechtschreib-Störungen
  • Schlafstörungen
  • Zwangsstörungen
  • Angsterkrankungen

Die Behandlung von ADHS und ADS

Es gibt viele Behandlungsmethoden, welche häufig auch untereinander kombiniert werden. Dazu gehören unter anderem Psychotherapien, Coaching, Psychosoziale Interventionen, aber auch die Medikamentöse Behandlung mittels Ritalin oder Medikinet. Diese beiden Arzneimittel enthalten den Wirkstoff Methylphenidat. Dieses wirkt anregend und aufregend. Es unterdrückt Müdigkeit und steigert kurzfristig die körperliche Leistungsfähigkeit. Normalerweise bei körperlicher Überlastung auftretende Warnsignale wie Schmerz und Erschöpfungsgefühl werden vermindert und nicht mehr korrekt wahrgenommen. Es hemmt zudem den Appetit.

Forscher stellten in einer Langzeitstudie bei erwachsenen ADHS-Patienten eine Veränderung im Hirnstoffwechsel durch die dauerhafte Einnahme fest. Wenn ADHS-Patienten das Medikament absetzen, können sich Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität sogar noch verschlimmern. In seiner Wirkweise ähnelt Methylphenidat der des Amphetamins. Aus dem gleichen Grund werden auch Amphetaminderivate zur Behandlung angewendet. Dies ist jedoch überwiegend in den USA der Fall.

Während gesunde Menschen durch Stoffe wie Methylphenidat oder Amphetamin und dessen vielfältige Derivate somit also „aufgeputscht“ werden, bewirken diese bei Menschen mit ADHS oder ADS eine gegenteilige Wirkung. Sie können sich besser konzentrieren und auf wichtige Aufgaben fokussieren, gleichzeitig werden die körperlichen Symptome der Hyperaktivität gemindert. Jedoch haben diese Medikamente nicht selten signifikante Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, eine Verringerung des Hungergefühls, Stimmungsschwankungen und Beeinträchtigungen der Entwicklung im pubertären Alter.

In manchen Fällen werden auch Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine eingesetzt, dies jedoch in der Regel nur bei Erwachsenen mit ausgeprägten Symptomen. Jedoch sind auch hier, ähnlich wie bei den aufputschenden Medikamenten paradoxe Reaktionen seitens der Betroffenen nicht selten. So berichten sowohl Ärzte als auch Patienten davon, dass die Gabe von Stoffen aus der Gruppe der Benzodiazepine vor einer Operation nicht zu einer Beruhigung führt. Ganz im Gegenteil, viele Erkrankte werden durch dieses Substanzen noch aufgeregter und es tritt statt der gewünschten Beruhigung eine gesteigerte Aktivität und Nervosität auf.

Wie kann CBD bei ADHS und ADS eingesetzt werden?

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Betroffene leiden als Folge der Erkrankung an einem zu niedrigen Dopaminspiegel im Hirn. Dopamin ist als Neurotransmitter für die kognitiven Fähigkeiten unseres Gehirns mitverantwortlich. Hierzu zählen unter anderem Gedächtnis, Aufmerksamkeitsniveau und Stimmung. Ein dauerhaft zu niedriger Dopaminspiegel ist verantwortlich für eine Manifestation der Aufmerksamkeitsstörung. Studien haben ergeben, dass CBD die Übertragung von Dopamin im Gehirn unterstützen kann, wodurch es zu einer Verbesserung der kognitiven Prozesse beitragen kann. Eine signifikante Reduzierung der Hyperaktivität in Verbindung mit einer Steigerung der sozialen Interaktion konnte in einer Tierstudie belegt werden.

Eine Studie zur Wirksamkeit von CBD bei ADHS zeigte das Patienten, die CBD-Öl zur Unterstützung verwendeten, eine Verringerung der Hyperaktivität, bessere Schlafmuster und eine erhöhte Konzentration aufwiesen. Diese in Deutschland durchgeführte Studie, die im Jahr 2014 mit 30 Teilnehmern stattfand, wurde von Dr. Eva Milz geleitet und durch Dr. Franjo Grotenhermen (Einen Spezialisten, den wir bereits oft erwähnt haben) begleitet. Dr. Grotenhermen ist der Vorsitzende der Internationalen Arbeitsgemeinschaft „Cannabis als Medizin“ und einer der renommiertesten Forscher auf dem Gebiet der Cannabinoide. Bei 30 Patienten, die nicht auf die üblichen Medikamente ansprachen, konnte durch CBD eine deutliche Verbesserung erzielt werden.

Eine weitere Studie stammt aus dem Jahr 2013 und befasst sich mit Betroffenen, welche sich selbst mithilfe von einem CBD Vollspektrum Öl behandelten. Nach einiger Zeit berichteten die Patienten von einer Verbesserung der Impulsivität und Hyperaktivität, welche für die Aufmerksamkeits-defizitstörung charakteristisch waren, an der sie litten. Andere Forschungen beinhalten eine randomisierte Studie, die am Londoner Kings College durchgeführt wurde und sich mit den Auswirkungen von CBD auf ADS und ADHS bei ausgewählten Patienten befasste. Die Patienten berichteten von verbesserten kognitiven Fähigkeiten bei gleichzeitig reduzierter Hyperaktivität, sowie einer gesteigerten Konzentration.

CBD kann als Nahrungsergänzung also durchaus positive Effekte auf die Symptome und Beschwerden einer ADHS / ADS Erkrankung hervorrufen. Dies wurde auch bereits einige Male in unseren Facebook Communitys von Betroffenen berichtet. Durch die Einnahme eines Vollspektrum Öls verbesserte sich Ihr Zustand deutlich. Vermutlich kommt auch hier der Entourage Effekt zum Tragen, welcher durch das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten erreicht wird. CBD synergiert mit den anderen Inhaltstoffen wie CBG, CBC und den Flavanoiden und Terpenen der Hanfpflanze. Betroffene sollten CBD als Nahrungsergänzung definitiv eine Chance geben. Auch bei gleichzeitiger Einnahme von Ritalin sind keine Wechselwirkungen zu befürchten, da Methylphenidat in der Leber zu seiner Säureform abgebaut wird und kaum mit den CYP Enzymen interagiert.

Quellen

https://cdn.fbsbx.com/v/t59.2708-21/50112637_1227603810749232_6492385943180279808_n.pdf/Study_Successfull-authorised-therapy-of-Eva-Milz-2014.pdf?_nc_cat=101&_nc_ht=cdn.fbsbx.com&oh=9ec471af499cdc74e2e77f57027f6f88&oe=5C400ACC&dl=1&fbclid=IwAR2NMn7AlbLq-0Umcp0WQY2sSIwM0SVzRc5skLPHP7MHfXfO4ABQciIn0tw

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22495620