Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden am gestrigen Donnerstag CBD Kontrollen in Luxemburg bei insgesamt 34 lokalen Einzelhändlern, welche CBD haltige Produkte als Nahrungsergänzungsmittel anbieten, durchgeführt.

Die Beamten der beteiligten Behörden entnahmen Proben und beschlagnahmten Produkte, welche nach geltendem Recht verboten sein könnten. Bei den Proben wird nun laut Auskunft der Justiz Pressestelle überprüft, ob es sich hierbei wie vermutet tatsächlich um Ware handelt, deren Verkauf verboten ist. Fast alle Produkte die nun untersucht werden haben eines gemeinsam:

Sie enthalten CBD. CBD ist ein Wirkstoff, der in der Cannabispflanze enthalten ist, im Gegensatz zu THC jedoch keinen berauschenden Effekt hervorruft.

Auch CBD-Automaten von CBD24

In den betroffenen Geschäften führten Polizei und Zoll auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kontrollen durch. Unter den kontrollierten Betrieben waren auch die CBD-Automaten von CBD24. Laut dem Betreiber Sascha Theis wurden die landesweiten Kontrollen veranlasst, nachdem die Polizei eine Person mit dem illegalen Rauschmittel THC aufgegriffen hatte und diese behauptete, das Tütchen als CBD legal erworben zu haben.

Die an der Aktion beteiligten Mitarbeiter des Fürstentums seien bei den Kontrollen zwar entgegenkommend gewesen und hätten dem Betreiber angeboten, ihm den Wert der zur Probe entnommenen Waren zu ersetzen. Des Weiteren heißt es in der Luxemburger Tageszeitung „Wort“:

„Beschlagnahmt wurden nur Waren, die unter das Lebensmittelgesetz fielen - alle anderen Waren, wie zum Beispiel Blüten und Harze, seien bloß zur Bestandteilprobe ins Labor mitgenommen worden. Insgesamt lobte Theis die Zusammenarbeit mit den Behörden.“

Beschlagnahmung des Warenbestands

Dies war aber leider nicht in allen betroffenen Shops der Fall. Viele mussten die Beschlagnahmung ihres Warenbestands hinnehmen. Es mutet auch seltsam an, dass es sich bei der Überprüfung nur um Produkte handeln soll, welche dem Lebensmittelgesetz unterliegen. Warum dann die Anordnung seitens der Staatsanwaltschaft?
Für die Einhaltung und Überwachung von lebensmittelrechtlichen Angelegenheiten ist nach unserem Kenntnisstand in Luxemburg die „Sante“ verantwortlich. Diese übt weitestgehend die gleichen Tätigkeiten aus, welche auch in Deutschland von Lebensmittelbehörden und Veterinärämtern durchgeführt werden.

Insgesamt wirft die Aktion in einem Land, welches kurz vor der Cannabis Legalisierung steht, einige Fragen auf. Vielleicht ist man im Fürstentum dem grünen Kraut doch noch nicht so wohlgesonnen, wie es der Öffentlichkeit suggeriert wird. Anders lässt sich für uns nicht erklären, warum man steuerzahlenden Betrieben das Bestehen erschwert, welche lediglich das nicht psychoaktive Cannabinoid CBD in manchen Produkten anbieten.

Während man hingegen gleichzeitig die Legalisierung von Cannabis mit dem psychoaktiven Wirkstoff THC vorbereitet.. Etwas seltsam empfinden wir das schon. Ebenso die betroffenen Shop Betreiber mit denen wir gestern noch Kontakt aufnahmen. Für sie alle kam diese Aktion sehr überraschend und unerwartet.

Bekommt Luxemburg etwa kalte Füße?

Bekommt Luxemburg etwa kalte Füße, was die angekündigte Legalisierung betrifft? Erst am 04.06. berichtete das Hanfjournal über die Situation. Zitat:

„Von Monat zu Monat verstärkt sich der Eindruck, dass Xavier Bettel den Mund etwas zu voll genommen und den Widerstand der Legalisierungsgegner unterschätzt hat. Von allen Seiten gibt es Sperrfeuer – auch aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Besorgte Bürger fordern gar eine Grenzschließung, wenn in Luxemburg die Cannabis-Freigabe in Kraft tritt.

Und so tröpfeln sie dahin, die Bemühungen der Regierung, das Wahlversprechen der Hanffreigabe umzusetzen. Doch die Richtung, in die es geht, wird immer deutlicher: Die Rahmenbedingungen werden so gestaltet, dass unterm Strich möglichst wenig Cannabis-Freigabe herauskommt.“

Sascha Theis, Betreiber des betroffenen Shops CBD24 kommentierte den Artikel wie folgt:

„Hallo zusammen, ich betreibe insgesamt 8 CBD Shops in Luxembourg und verfolge die Thematik mit großem Interesse. Es gibt an allen meiner Standorte eine kleine Zahl von Gegnern, selbst gegen die harmlosen CBD Produkte.
Die Problematik liegt meines Erachtens nach in der Aufklärung der Bevölkerung. Der Staat sollte mehr Berichte über die positive Wirkung von Cannabis bringen, damit auch die vermeintlichen Gegner verstehen, dass es sich hierbei um eine Pflanze handelt, welche einen sehr großen, teilweise auch medizinischen Nutzen hat.
Wenn man ein solches Projekt in Angriff nimmt, dann ist es unabdingbar in die Offensive zu gehen. Die Personen, welche danach immer noch dagegen sind, werden vielleicht erst dann überzeugt sein, wenn sie selbst die medizinische Unterstützung durch die Pflanze benötigen.
Ich erfahre täglich von Kunden, wie sehr Ihnen die Produkte helfen und das bewegt mich dazu nicht aufzuhören.

Gruß
Sascha Theis
CBD24.lu“

Es bleibt also spannend in Luxemburg. Wird es weitere CBD Kontrollen in Luxemburg geben? Wir sind gespannt was hinsichtlich der Probenentnahme folgen wird und ob es vielleicht auch in Luxemburg bald für CBD Händler keine Oase des konstruktiven Umgangs in Bezug auf Hanf / Cannabis mehr geben wird.

Selbstverständlich halten wir Euch wie immer auf dem Laufenden und stehen in engem Kontakt zu unseren Freunden in Luxemburg.

Quellen:

https://hanfjournal.de/2019/06/04/cannabis-freigabe-in-luxemburg-eine-mogelpackung/

https://www.wort.lu/de/lokales/luxemburg-kontrollen-in-34-cbd-geschaeften-5d026618da2cc1784e345fbe

Liebe Grüße,

Euer Team von CBD Nature